DIN EN 363

Die DIN EN 363 wird auch „Persönliche Absturzschutzausrüstung – Persönliche Absturzschutzsysteme“ genannt und ist für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche zuständig, in denen persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz eingesetzt wird. Es werden die Bestand- und Einzelteile der Absturzsysteme beschrieben. Die DIN EN 363 ist in diesem Bereich ein sehr wichtiges Bindeglied zu den anderen Normen.

Was ist unter einem „persönlichen Absturzschutzsystem“ zu verstehen?

Die Zusammenstellung von trennbaren oder untrennbaren verbundenen Bestandteilen ergeben ein persönliches Absturzschutzsystem. Die Bestandteile müssen geeignet für den vorgesehenen Anwendungsbereich sein und dürfen nur kombiniert werden, wenn die Hersteller- Vorgaben erfüllt werden.

Zu den grundsätzlichen Bestandteilen gehören folgende:

  • Körperhaltevorrichtungen (Auffanggurt)
  • Befestigungssysteme (Halteseil, Verbindungsmittel, Höhensicherungsgerät, Verbindungselement, Auffanggerät, etc.)
  • Zulässige Verankerung (Bandschlingen, Seil- und Schienesysteme, Einzelanschlagpunkte, etc.)

Welche Anwendungsbereiche und Systeme sind gängig?

Es gibt in der DIN EN 363 Unterscheidungen zwischen Systemen, die einen Sturz abfangen und welchen, die den Absturz verhindern. Im Folgenden sind die einzelnen Systeme kurz beschrieben, was jedoch in den jeweiligen Artikeln näher erklärt ist.

Bevorzugt werden laut der Unfallprävention die Systeme, die den Absturz verhindern gegenüber denen, die den Sturz abfangen.

Rückhaltesysteme

Bei konkreter Anwendung kann das Rückhaltesystem einen Absturz verhindern. Sie schränken jedoch den Bewegungsbereich des Nutzers sehr ein.

Auffangsysteme

Bei einem Auffangsystem wird der freie Fall des Nutzers abgefangen, wobei hier die Auswirkungen auf den menschlichen Körper des Fangstoßes berücksichtigt werden muss.

Arbeitsplatzpositionierungssysteme

Durch Arbeitsplatzpositionierungssysteme werden freie Fälle beim Arbeiten verhindert und der Nutzer kann arbeiten, ohne sich festhalten zu müssen. Hierbei wird das System direkt belastet und gibt dem Nutzer so seinen Halt.

Systeme für seilunterstützten Zugang

Durch ein seilunterstütztes System wird ebenfalls der freie Fall verhindert oder abgefangen. Durch sie können die Nutzer ihre Arbeitsplätze durch Auf- oder Abseilen gut erreichen.

Rettungssysteme

Das Rettungssystem ist dazu da, sich oder seine Mitmenschen zu retten. Hier darf unter keinen Umständen ein freier Fall hinein erfolgen.

Die notwendige Unterweisung

Die Systeme, die in der DIN EN 363 aufgeführt werden sind dazu da schwere, körperliche oder tödliche Gefahren zu vermeiden. Die Benutzung der aufgeführten Systeme ist nicht selbsterklärend und trägt stets ein Risiko mit sich.

Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet sicherzustellen, dass die Mitarbeiter vor dem ersten Gebrauch in alle Anwendungsbereiche unterwiesen werden. Dies ist laut §12 Arbeitsschutzgesetz und §4 DGUV Vorschrift 1 Pflicht.

 

 

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