Veranstaltungsbeschreibung
DGUV 112-199 Folge-Schulung – EASiRescue Refresh
- Folgeunterweisung gemäß DGUV Regel 112-199
- Jährliche Wiederholung der Rettungsübungen
- Theorie kurz, der Termin gehört der Praxis
- Jeder rettet erneut selbst, mit Zeitnahme
- Verfahren nach Ihrem Rettungskonzept
- Erstunterweisung Rettung vorausgesetzt
- Kombinierbar mit der PSAgA-Folgeunterweisung
Rettungsschulung mit Zeitnahme
Wiederkehrende Unterweisung zum Retten mit PSAgA
Die Abläufe sind bekannt, sonst wäre es keine Folgeunterweisung. Hier geht es darum, ob sie unter Zeitdruck noch abrufbar sind und ob sie zu den Verfahren passen, die heute an Ihrem Objekt greifen.
- Grundlage: gemäß DGUV Regel 112-199, Retten mit PSAgA
- Turnus: jährlich, gerechnet ab dem letzten Nachweis
- Schwerpunkt: vollständige Rettung, von jedem selbst geübt
- Voraussetzung: Erstunterweisung mit EASiRescue Basic
- Ausrüstung: Rettungsgeräte und Verbindungsmittel gestellt
- Maßstab: nicht nur, ob die Rettung klappt, auch wie schnell
Wer benannt ist, muss es können
Von der Schichtplanung bis zum gemessenen Durchgang
Sie nennen uns die benannten Rettungspersonen, den Standort und das Datum der letzten Unterweisung.
Vor dem Termin:
- Wir gleichen ab, wer aktuell benannt ist. Personal wechselt, Schichten werden umgestellt, Arbeitsbereiche kommen dazu. Eine Verteilung, die vor einem Jahr aufgegangen ist, kann heute Lücken haben. Wer die Aufgabe abgibt, braucht die Unterweisung nicht mehr; wer sie übernimmt, beginnt mit EASiRescue Basic.
- Wir fragen ab, was sich am Objekt geändert hat. Andere Zugänge, ein umgebauter Bereich, eine neue Anlage oder ein überarbeitetes Rettungskonzept ändern die Verfahren, die im Ernstfall überhaupt infrage kommen. Hat EASiRisk das Konzept überarbeitet, liegt uns die Änderung schon vor.
- Wir schlagen den Termin vor und teilen die Gruppe ein. Für drei Teilnehmer dauert die Theorie so lange wie für zehn, der Praxisteil nicht. Da jeder erneut eine vollständige Rettung ausführt, wächst nur der zweite Teil, und gekürzt wird er nicht.
Am Schulungstag:
- Der Theorieteil bleibt kurz. Behandelt werden die Änderungen seit dem letzten Termin, die Rollenverteilung im Notfall und der Lagerort der Rettungsausrüstung. Die Rollen ändern sich im Betrieb häufiger als die Technik, weil Menschen wechseln und Zuständigkeiten neu verteilt werden. Eine Rettungsausrüstung im verschlossenen Container am anderen Ende des Geländes hilft niemandem.
- Im Praxisteil rettet jeder Teilnehmer erneut selbst, und der Durchgang wird beobachtet und besprochen. Die Eigensicherung wird jedes Mal mitgeübt, weil sie unter Zeitdruck als Erstes ausgelassen wird. Dazu kommen die Vorfälle des vergangenen Jahres: Wenn eine Sicherung an einer bestimmten Stelle Probleme verursacht hat, arbeiten wir sie durch.
Nach der Unterweisung:
- Sie erhalten die Nachweise mit Datum. Daraus ergibt sich die nächste Fälligkeit, und zwar für jede Person einzeln.
- Auf Wunsch legen wir den nächsten Termin mit der jährlichen Prüfung Ihrer Anlagen zusammen; beides läuft bei uns über dieselbe Terminplanung in EASiCare.
Zeit ist der Maßstab
Woran wir den Praxisdurchgang beurteilen
Es genügt nicht, die Rettung zu können. Sie muss schnell gehen, und schnell wird sie nur durch Wiederholung. Deshalb wird jeder Durchgang beobachtet und besprochen.
- Wie lange es dauert, bis der Retter die hängende Person erreicht hat, gerechnet ab dem Alarm.
- Ob die Eigensicherung angeschlagen wurde oder unter Zeitdruck übersprungen wird, wie so oft.
- Ob das richtige Gerät gegriffen wird, ohne vorher zwischen mehreren Varianten zu überlegen.
- An welcher Stelle im Ablauf gezögert wird, denn dort steckt im Ernstfall der Zeitverlust.
- Ob die Übergabe der geretteten Person geordnet abläuft und wer sie am Boden übernimmt.
Besprochen wird das direkt nach dem Durchgang, nicht am Ende des Tages.
Unsere Referenten kommen aus der Praxis
Geübt wird von Leuten, die dieselben Anlagen im Tagesgeschäft betreuen:
- Montage: Wo ein Anschlagpunkt sitzt, entscheidet mit darüber, welche Rettung dort möglich ist.
- Prüfung nach DGUV Grundsatz 312-906: Bei der jährlichen Prüfung nach EN 795 sehen wir Objektveränderungen.
- Herstellerübergreifend: Rettungsgeräte von Breuer, ABS Safety, LUX-top und SKYLOTEC liegen im Bestand.
- Zeitgefühl aus der Praxis: Wir wissen, wie lange eine Rettung an einer Fläche wie Ihrer realistisch dauert.
- Anschluss an EASiRisk: Wurde das Rettungskonzept überarbeitet, richten wir die Übungen danach aus.
Welche Stellen im Notfall zum Problem werden, sehen wir nicht in der Schulung, sondern davor. Bei der Prüfung stehen wir auf der Fläche und erkennen, wo ein Verfahren an der Wirklichkeit scheitert.
Mitbringen müssen Sie nichts. Rettungsgeräte, Gurte und Verbindungsmittel kommen aus demselben Bestand, mit dem wir arbeiten.
Keine Routine, kein Gedächtnis
Warum die Rettung häufiger geübt werden muss als alles andere
Die Benutzung von PSAgA übt sich beim Arbeiten von selbst. Eine Rettung nicht. Daraus ergibt sich der Stellenwert dieses Termins.
Der Ablauf kommt im Alltag nicht vor
- Wer täglich einen Auffanggurt anlegt, korrigiert sich dabei laufend selbst
- Eine Rettung führt niemand aus, bis der Ernstfall eintritt
- Es entsteht keine Routine, die den Ablauf im Gedächtnis hält
Ein Jahr ist eine lange Pause
- Was einmal jährlich geübt wird, ist nach elf Monaten ungenau
- Die Handgriffe sind dann vorhanden, aber nicht mehr abrufbar
- Genau diesen Unterschied macht der Praxisdurchgang sichtbar
Im Ernstfall fehlt die Zeit zum Überlegen
- Eine im Gurt hängende Person kann nicht beliebig lange warten
- Wer erst überlegen muss, verliert die Minuten, auf die es ankommt
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